|  | |  Landmark in Wallisellen | Wiel Arets baut – in Wallisellen. Am Montag erfolgte der Spatenstich zur ersten Etappe auf dem Richti-Areal. Damit mausert sich die Agglo-Gemeinde Wallisellen zur Boomtown: Neben dem Richti-Areal entstehen in der Nachbarschaft das Integrasquare und der Bahnhofskomplex Mittim. Mit der Vollendung der Glatttalbahn verfügt die Gegend neben S-Bahn, Tram und Bus über eine weitere schnelle Anbindung sowohl ins Umland als auch – über den Flughafen – an die weite Welt. Für das Richti-Areal, das den historisch gewachsenen Dorfkern von Wallisellen mit Schwamendingen verschmelzen lässt, setzte Vittorio M. Lampugnani die städtebaulichen Grundregeln: Der Sieger des Planungswettbewerbs von 2007 besetzt die sieben Baufelder mit Blockrändern und grosszügigen Innenhöfen. Wiel Arets erstellt für den Versicherer Allianz Schweiz zwei Gebäude: Ein 18-stöckiges Hochhaus als Landmark und ein damit verbundenes 6-stöckiges Bürogebäude. Insgesamt betragen die Baukosten etwa CHF 170 Mio. für beide Häuser. Gemäss dem CEO, Manfred Knof, werden mit der Zusammenfassung der 1500 MitarbeiterInnen in einem Gebäudekomplex «kürzere Entscheidungswege» möglich. Dies unterstreicht der Architekt mit der Aussage, dass es im Inneren möglich sein wird, «dank den Durchlässen zwischen den Stockwerken über mehrere Etagen hinweg zu kommunizieren». Es bleibt zu hoffen, dass trotzdem nicht gleich jeder neue Versicherungsfall zum Stadtgespräch wird. jn |
|  | |  2008 prämiert für beste Corporate Architecture | Marketing und Architektur – bei der ersten Verleihung der Auszeichnung für hochwertige Corporate Architecture vor zwei Jahren ging der mit CHF 10'000 dotierte Hauptpreis an die Geroldstrasse in Zürich für den Freitag Flagship Store. Mittlerweile ist das Pendant, das Hochhaus von Gigon Guyer auf der gegenüberliegenden Seite der Hardbrücke, nicht mehr aus dem Stadtbild des ehemaligen Industrieareals wegzudenken. Neben dem Containerturm hat es nun auch einer der Freitag-Brüder auf das oberste Treppchen, in die diesjährige Jury geschafft. Auf Daniel Freitag, der u. a. neben Pia Schmid in der von Christof Glaus (Partner bei Stücheli Architekten) präsidierten Jury sitzt, wartet viel Arbeit: Mit 85 Objekten wurden über doppelt so viele eingereicht als bei der ersten Austragung. Auf die Nomination via Webseite und Newsletter im Februar folgt die offizielle Verleihung im KKL Luzern am 23. April 2010. jn |
|  | |  Schutzraum oder Atelier? | Häuser für Haiti – möchten gleich zwei amerikanische Architekten anbieten. Joseph Bellomo liess sich von einem eigenen Entwurf für einen Velounterstand inspirieren. Das Resultat – übrigens ursprünglich als Atelier für einen Kunden in Hawaii gedacht – ist eine mit Holz ausgefachte Stahlrohrkonstruktion. Andrés Duany aus Miami hingegen schlägt eine Konstruktion vor, die aus einem Kompositkunststoff besteht. Er hat sich bereits nach dem Hurrikan Katharina in New Orleans mit dem raschen Zurverfügungstellen von Notunterkünften auseinandergesetzt. Schon Ende letzter Woche flog der Architekt zusammen mit einem Ärzteteam nach Haiti, um mögliche Standorte zu evaluieren. Allerdings stellen beide Entwürfe in erster Linie einen Wetterschutz dar. Sanitäre Einrichtungen sind strukturell nicht berücksichtigt. jn
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|  | |  Goldener Konzertbau | «Goldener Jahrhundertbau» – und nicht weniger soll das neue Kongresshaus in Konstanz werden. Den Wettbewerb gewonnen hat das Bregenzer Büro Dietrich/Untertrifaller mit einem mit Aluminium-Kupfer-Blech verkleideten Kubus. Allerdings hat das Projekt noch einige Hürden zu nehmen. Der Standort, genannt Klein Venedig, der nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeschüttet wurde, soll nach Meinung von SPD und der Linken unangetastet bleiben. Unter der Federführung des bürgerlichen Lagers haben sich nun auch die Befürworter formiert. Das letzte Wort hierüber wird an der Urne gesprochen. Im März kommt das Vorhaben zur Abstimmung. Bei Annahme soll der 60 Mio. Euro teure Komplex dereinst im Jahr 2013 neben dem Kongress- und Konzertsaal mit 1200 Plätzen auch ein – von privaten Investoren finanziertes – Hotel mit 120 Zimmern beherbergen. Wer sich einen Eindruck verschaffen will, wie die Fassade wirken wird, kann in Bregenz den Eurospar Vorkloster aus dem Jahr 2006 besichtigen. jn
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|  | |  Atelierbesuch in New York | Film der Woche – Ned Smyth, bekannt für seine public art projects, wird von seinem Weggefährten und Bildhauer Keith Sonnier im Atelier besucht. Beide kommen aus der Epoche der späten 1960er-Jahre, zu welcher Zeit auch James Turrell und Dan Flavin mit Neon zu experimentieren begannen. Gemeinsam erinnern sie sich der Anfangszeiten und diskutieren das Spannungsfeld öffentlicher Kunst. Hier geht's zum Interview. jn |
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