|  | |  Einer der berühmten Isler-Schalen: Die Autobahntankstelle Deitingen-Süd (SO) an der A1 Bern – Zürich (1968) | Zum Gedenken – wie vorgestern Dienstag bekannt wurde, ist der Ingenieur Heinz Isler im Alter von fast 83 Jahren gestorben. Die Isler-Schalen waren das Markenzeichen des gebürtigen Zürchers, der sich 1954 in der Region Burgdorf selbstständig machte und dann seine speziellen Dächer zu entwickeln begann. Die Raststätte Deitingen-Süd ist nur ein Beispiel für sein Schaffen, ähnliche Schalen finden sich landauf, landab. Beim Gartencenter Wyss in Zuchwil etwa, beim Schmiermittelhersteller Blaser Swisslube in Hasle-Rüegsau oder bei den Tennishallen in Burgdorf und in Langenthal. Die ETH Zürich verlieh ihm den Ehrendoktortitel, an der Uni Karlsruhe wurde er Honorarprofessor. Laut verschiedenen Medienberichten soll sein Nachlass an die ETH Zürich gehen. fh
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|  | |  50 Jahre, 80 Fahrzeuge und 1 Ausstellungsdesign von OOS: Die neue Ausstellungshalle im Verkehrshaus in Luzern | Zum Jubiläum – das meistbesuchte Museum der Schweiz – über 800'000 Besucher pro Jahr – ist das Verkehrshaus in Luzern. Es feierte am letzten Wochenende sein 50-jähriges Bestehen und investierte aus diesem Anlass rund 50 Millionen Franken in eine neue Ausstellungshalle zum Thema Strassenverkehr. Gezeigt werden 80 Fahrzeuge aus der Zeit zwischen 1860 und 2005. Welches Objekt der Roboter zur näheren Betrachtung holen soll, entscheiden die Besucher und Besucherinnen in einer kleinen Abstimmung unter den Anwesenden, per Knopfdruck. Für die Gestaltung der verschiedenen Themeninseln auf 1600 Quadratmetern Fläche wurde das Zürcher Architekturbüro OOS beauftragt. Rund zehn in sich geschlossene Themeninseln erzählen von der Gegenwart und Zukunft der Mobilität. fh |
Bild: religionenschweiz.ch |  | |  Der 2006 eingeweihte Tempel der Sikhs in Langenthal ist gleichzeitig der erste religiöse Bau dieser Gruppierung in der Schweiz (Architektur: Bernhard Bieri). | Zur Aufklärung – Ende 2009 wird das Schweizer Stimmvolk vermutlich über die Volksinitiative Gegen den Bau von Minaretten abstimmen; eingereicht wurde sie von der Schweizerischen Volkspartei. Hinter dieser kontrovers und oft simplifizierend geführten Debatte verbirgt sich eine weit komplexere Fragestellung: Die Bedeutung sichtbarer Zeichen religiöser Identität im öffentlichen Raum und die damit verbundenen Spannungen und Konflikte. Wieso können gewisse zugewanderte Religionen relativ problemlos einen Tempel oder eine Kirche bauen, während MuslimInnen dabei auf Widerstand stossen? Die Ausstellung Kuppel, Tempel, Minarett: das neue Gesicht der Schweiz, eine Dokumentation von 18 neuen religiösen Bauten in der Schweiz seit 1945, war bis vor Kurzem in der Pasquart-Kirche in Biel zu sehen und geht nun auf Wanderschaft mit Halt in Bern, Basel, Zug und Nyon. Infos zu Projekt, Bauten und Ausstellung finden sich hier. fh |
Bild: furniturestoreblog.com |  | |  In allen Farben und Varianten zum selber puzzlen: Confluences von Philippe Nigro | Für die Zukunft I – der Anspruch ist hoch: Die mit dem Prädikat best of the best ausgezeichneten Produkte seien, so die Jury der kürzlich verliehenen red dot design awards, nicht allein «einzigartig und neu». Nein, mehr noch, sie würden «künftig unsere Lebenswelt entscheidend prägen». Die Welt am Sonntag bemühte sich am 28.06., die 49 Entwürfe der PreiträgerInnen, darunter eine Schweissermaske und eine Hightech-Industriepumpe, auf jene zu reduzieren, die in unserem gelebten Alltag tatsächlich vorkommen. Zur Frage, wie dieser künftig aussehen wird, gibt es klare Prognosen. So werden von Trendforscherinnen die fortschreitende Auflösung der klassischen Zimmergliederung von Wohnungen zugunsten weitgehend offener Formen mit Arbeits-, Wellness- und Ruhezonen mit einer Küche als kommunikativem Zentrum im Mittelpunkt prophezeit – was eine Möblierung fordert, die flexibel und ständig wechselnden Anforderungen gewachsen ist. Andere Propheten meinen, die wirtschaftliche Krise werde auch beim Einrichten Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit zu neuen ästhetischen Werten erheben (gemäss Rem Koolhaas ist Ökologie das Ornament des 21. Jahrhunderts). Weiter wird von einer stark wachsenden Bedeutung der Wohnung als sicheres Nest und Rückzugsort ausgegangen und die Rückkehr von Holz, Natur und organischen Strukturen vorausgesagt. Unter den diesjährigen best of the best der red dot awards finden sich ganz in diesem Sinne z.B. das Sofasystem Confluences (Philippe Nigro für Ligne Roset), welches sich wie ein Puzzle zu immer neuen Kombinationen und Sitzpositionen zusammenfügen lässt; der Dunstabzug DA 6000 W (Miele), der sich bei Nichtgebrauch als elegantes Wandpanel tarnt, und die imposante Inipi-Sauna (Duravit), die aufgrund ihrer Formschönheit nicht wie die klassischen hölzernen Heim-Schwitzkästen in den Keller verbannt werden muss. Der Longgrill von Möbel-Liebschaften kommt mit Füssen aus Basaltstein wie eine wirkliche Feuerstelle daher, während gemäss der Welt am Sonntag die diesjährige Schönheitskönigin eindeutig Noto (Michele de Lucchi für Artemide) ist. Es handelt sich hierbei um eine Leuchte, die ein Kriterium erfülle, welchem Trendforscherinnen eine wichtige Bedeutung zumessen, nämlich die Eignung zum Sammlerstück. Infos zu allen Siegerprojekten und zur Ausschreibung für 2010 hier. fh |
|  | | | Für die Zukunft II – Hamburg führt von 2006 bis 2013 eine Internationale Bauausstellung (IBA) durch, anlässlich welcher verschiedene städtebauliche Leitthemen umgesetzt werden sollen. Im Rahmen von Modellvorhaben schreibt die IBA Hamburg nun zusätzlich für vier wegweisende Bautypologien Grundstücke aus. Gefördert werden innovative Bauideen für das 21. Jahrhundert, die 2010 international präsentiert und bis 2013 realisiert werden. Es sind dies smart material houses (intelligente Baustoffe der Zukunft), smart price houses (schön und preiswert bauen), hybrid houses (Häuser, die sich den Wünschen der Bewohner anpassen) und water houses (nachhaltiges Bauen mit und auf dem Wasser). Im Sinne von case study houses werden diese alternativen Entwürfe des Wohnens und Arbeitens modellhaft umgesetzt. Bewerbungsschluss ist am 31.08., alle weiteren Infos hier. fh |
|  | |  Neu geschützt als Unesco-Weltkulturerbe: La Chaux-de-Fonds | Für die Zukunft III – weniger als ein Jahr nach der Aufnahme der Rhätischen Bahn (Albula, Bernina) und der tektonischen Arena Sardona auf die Welterbe-Liste der Unesco kann die Schweiz eine weitere Attraktion zu ihren neun bestehenden Unesco-geschützten Kultur- und Naturerbestätten hinzufügen: Die Uhrenstädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle. Die beiden Städte entstanden innert weniger Jahrzehnte aus Dörfern auf 1000 Metern Höhe als Folge der dominierenden Uhrenindustrie. Der städtische Bestand besticht zwar nicht auf den ersten Blick, hat aber einen einmaligen historischen und urbanistischen Wert. Trotz des rigiden Klimas, der relativen Abgelegenheit und des Fehlens von Rohstoffen konnten die Bewohner die Fortschritte der Industrialisierung für sich umsetzen. Strassen, Gebäude und Fabriken wurden speziell auf die Bedürfnisse einer jungen und wachsenden Industrie ausgerichtet; in der Folge entstand im Jura eine grosse Multikulturalität der Bevölkerung: Viele Einwanderer, meist Italiener, wurden in die Jura-Berge gerufen und fanden dort Arbeit. Das ebenfalls der Unesco vorliegende Dossier der Architektur und Urbanistik von Le Corbusier war hingegen (noch) nicht erfolgreich, der Entscheid wurde auf 2010 verschoben. Diese Kandidatur wurde gemeinsam von Argentinien, Deutschland, Belgien, Frankeich, Japan und der Schweiz aufgelegt. Sie umfasst 22 Gebäude, vier davon befinden sich in der Schweiz: Die Villa Jeanneret-Perret und Schwob in La Chaux-de-Fonds, das Kleine Haus am Genfersee und das Haus Clarté in Genf. fh |
Film: youtube.com/jaspcardoso |  | |  Der kürzlich verstorbene King of Pop vor genau 30 Jahren | Clip der Woche – ist aus aktuellem Anlass ein Musikvideo des kürzlich verstorbenen Michael Jackson. Der berühmte Song trägt den sinnigen Titel Don't Stop Til You Get Enough, entstammt dem Album Off The Wall (1979) und ist vielleicht einer von Jacksons besten Titeln überhaupt. Hier geht's zum Clip. fh
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