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Wohnüberbauung «Schlossblick», Winterthur
Anonymer Studienauftrag mit 5 Architekturbüros für die TIAG Aktiengesellschaft, Winterthur (Immobiliengesellschaft der Toggenburger Unternehmungen) Fachpreisgericht: Ruedi Lattmann, Silke Hopf Wirth, Oliver Strässle, Walter Wittwer, Urs Brunner (Ersatz) Empfehlung zur Weiterbearbeitung: zach + zünd architekten, Zürich; Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich Weitere Teilnehmende: – architektick, Tina Arndt & Daniel Fleischmann, Zürich – BDE Architekten, Brunnschweiler Denzler Erb, Winterthur – P&P Partner Architekten, Winterthur – Architekten Kollektiv, Winterthur |
Die Vorteile eines dreieckigen Grundstücks Zach + Zünd gewinnen den Wettbewerb für die Wohnüberbauung «Schlossblick» in Winterthur. Gundula Zach wählt ein Modellbild, einen Plan und eine Rendering aus und beantwortet unsere drei Fragen zum Projekt. ![]() Was ist die Erfindung am Siegerprojekt? Einmal mehr war die Aufgabe das Aufspüren der besonderen Qualitäten des Grundstücks und seiner Umgebung – und dem darauf aufbauenden «Finden» der spezifischen Wohnungstypologien, die diese Qualitäten konsequent nutzen und einen Mehrwert für die Eigentumswohnungen schaffen. Und damit einen höheren benchmark rechtfertigen als im Raumprogramm gefordert. In diesem Fall waren es kleinere Baukörper als erwartet, die mit ihrer dreiseitigen Belichtung und Orientierung das Potenzial der attraktiven Randlage gegenüber dem Schloss Hegi ausspielen. Das Risiko dieser Entwurfsentscheidung wurde bewusst in Kauf genommen und in der Abgabe thematisiert. Wie verhält sich der Bau zur Umgebung? Die drei Gebäude interpretieren die vermeintlichen Nachteile der merkwürdigen dreieckigen Grundstücksform in Vorteile um: Sie nutzt die Chance der freistehenden Einzelhäuser mit dreiseitiger Belichtung für alle Wohnungen und bildet gleichzeitig in ihrem Zusammenspiel aus der Ferne – vom Schloss, in ihrer sichelförmigen Grossform – eine Einheit. Dieses Oszillieren zwischen Einzelbaukörper und Grossform, zwischen Haus und Gruppe prägt die spezifische, unverwechselbare Antwort für das Grundstück am grossen Freiraum gegenüber Schloss Hegi. Die volumetrischen Setzungen, die Wohntypologien und die Freiraumgestaltung unterstützen die Verflechtung von Gebäuden und Aussenraum: In ihrer Offenheit zueinander knüpfen sie an das vorhandene Quartier an, bieten verschiedene Lichtqualitäten und Ausblicke, optimale Besonnung und gewährleisten die Sichtbeziehung von jeder Wohnung in die Weite zum Schloss Hegi. Der sich um die Gebäude ziehende Hochstaudensaum verleiht den Wohnhäusern eine Art Aura. Ganz gezielt können so Abstände zu Wohnräumen und Aussensitzplätzen gewährleistet und Wegebeziehungen auf dem Gelände gesteuert werden. Im Zusammenspiel der drei Wohnbauten unterstützt diese Aura die städtebauliche Konzeption der sichelförmigen Grossform. Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb? Im engen baurechtlichen Rahmen für das schwierige Grundstück mit dem hohen Nutzungsdruck. Besonders das absolut einschränkende Instrument der Baumassenziffer machte uns zu schaffen, ein Instrument, das Energie- und Nachhaltigkeitskonzepte gegen optimale Nutzflächengrössen ausspielt. Ivo Bösch ![]() |
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