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Alterswohnungen Feldstrasse, Zürich
Projektwettbewerb im offenen Verfahren mit 53 Architekturbüros für die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich Fachpreisgericht Ursule Müller, Sibylle Bucher, Alexander Henz, Mathias Heinz, Mateja Vehovar, Regula Harder 1. Rang: Durrer Linggi Architekten, Zürich 2. Rang: o–liv / brunner / volk architekten, Zürich 3. Rang: Adrian Streich, Zürich 4. Rang: Thomas Schregenberger, Zürich 5. Rang: Bosshard Vaquer Architekten und Loeliger Strub Architektur, Zürich 6. Rang: gret loewensberg architekten, Zürich |
«Auffinden statt erfinden» Durrer Linggi Architekten gewinnen den Wettbewerb für Alterswohnungen in Zürich-Aussersihl. Patrik Linggi wählt zwei Modellbilder und ein Plan aus und beantwortet unsere drei Fragen zum Siegerprojekt. Nicht geantwortet auf die Fragen hat Valerio Olgiati, der einen Wettbewerb im russischen Perm gewonnen hat (gemeldet 15|08). Er lässt durch einen Mitarbeiten ausrichten: «Wir haben uns entschieden auf diese Publikation zu verzichten, dies aufgrund des letzten, eher merkwürdigen Beitrages zu unserer Arbeit.» Wir rätseln noch, welcher Beitrag gemeint ist. Schade, denn etwas mehr öffentliche Diskussion hätte man sich von Olgiati gewünscht. Immerhin ist er Mitglied der Direktion des SIA. Doch zurück ins komplexe Zürich. ![]() Was ist die Erfindung am Siegerprojekt? Patrik Linggi: Bei der steigenden Komplexität heutiger, zum Teil überbestimmter Wettbewerbsprogramme ist weniger ein ‹Erfinden› gefragt als ein ‹Auffinden› der grundlegenden, essentiellen Fragen. Durch laufendes Untersuchen, Verwerfen, Entwickeln und Austarieren in einem intensiven Prozess nähern wir uns möglichen Antworten an. Architektur ist für uns mehr suchendes Forschen als geniales Erfinden. Dieser Prozess des Suchens erfüllt uns mit Glück, weil dabei etwas entstehen kann, das wir am Anfang so nicht hätten voraussagen können. Beim Wettbewerb an der Feldstrasse lag der Kern der Aufgabenstellung in der Schaffung einer hohen Wohnungsqualität unter Berücksichtigung der quartiertypischen Gegebenheiten. ![]() Wie verhält sich der Bau zur Umgebung?
Der Bau reagiert durch seine Zweiseitigkeit auf die heterogen gewachsene, bauliche Struktur nördlich der Bäckeranlage. Zur Strassenseite ist der Baukörper klar und einfach gegliedert. Durch die bewegte Trauflinie nimmt er die Nachbarbauten integrierend in sich auf. Die hofseitige Ausformulierung ist eher collageartig gefügt um der quartiertypischen Fragilität Rechnung zu tragen. Durch Ausstülpungen im Erdgeschoss werden gut nutzbare, kleinteilige Hofräume definiert, welche sich mit den bestehenden Strukturen verweben. Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb? Die grösste Schwierigkeit lag in der Entwicklung einer hohen Wohnqualität im engen Korsett der Rahmenbedingungen. Für die, teilweise in der Mobilität eingeschränkten BewohnerInnen, ist die eigene Wohnung ein besonderer Ort an dem sie viel Zeit verbringen. Es war uns wichtig, sämtlichen Wohnungen zweiseitige Belichtung und Orientierung zu bieten. Ivo Bösch Ausstellung bis 20. April (Mo–Fr 16–20 Uhr, Sa/So 14–18 Uhr), im Ausstellungsraum Untergeschoss Hallenbad Oerlikon, Wallisellenstrasse 100, Zürich-Oerlikon Lesen sie dazu: «Mehr Platz im Alter» – ein Artikel zur Stiftung Alterwohnungen der Stadt Zürich, erschienen im HOCHPARTERRE 1-2/2008. |
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